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So planst du einen Workshop für dein Küchenteam

Ein Workshop lebt nicht vom Thema, sondern von der Vorbereitung. Falk Millisterfer und Michael Loitz zeigen bei der MASTERMIND, wie sie Workshops fürs Küchenteam planen.

Am Freitag, 25. September 2026, öffnen Falk Millisterfer (Quantum Kitchen) und Michael Loitz (essen&ernähren) bei der MASTERMIND ihren Arbeitsalltag: wie sie einen Workshop für Küchenteams in der Gemeinschaftsverpflegung planen, welche Werkzeuge sie nutzen und wie sie mit Widerständen im Team umgehen. Dieser Artikel bündelt die wichtigsten Bausteine dafür, damit ein Workshop im eigenen Haus tatsächlich ankommt.

Ein Workshop steht und fällt selten mit dem Thema. Das erleben wir bei essen&ernähren immer wieder: DGE-Qualitätsstandard, Bio-Ziele oder ein neues Rezept – die Inhalte sind meist nicht das Problem. Entscheidend ist, wie gut ein Workshop vorbereitet ist, bevor das Küchenteam überhaupt den ersten Handgriff macht. Genau darum geht es bei der nächsten MASTERMIND: Falk und Micha zeigen, wie ein Workshop von der ersten Absprache bis zu den Unterlagen danach abläuft.

Warum scheitert ein Workshop selten am Thema?

Ein Workshop für Küchenteam scheitert selten an DGE-Standards, Bio-Zielen oder neuen Rezepten selbst. Er scheitert daran, dass Vorgaben nicht in den Küchenalltag übersetzt werden. Wer erklärt statt vorschreibt, holt das Team ab und macht aus einer Vorgabe eine machbare Aufgabe.

Vorgaben aus Wissenschaft und Politik kommen im Küchenteam oft als „noch mehr Vorschriften” an. Das Team hört zuerst die Einschränkung, nicht den Nutzen. Übersetzen heißt deshalb: erklären, warum sich etwas lohnt, und zeigen, wie es im Alltag funktioniert – ohne dem Betrieb seine unternehmerische Freiheit oder seinen kreativen Spielraum zu nehmen.

Wie das konkret aussieht, zeigt unsere Begleitung im Modellprojekt GEG Bremerhaven: Aus der Zielvorgabe – mindestens 30 Prozent Bio-Anteil, DGE-Qualitätsstandard, mehr pflanzliche Gerichte – wurde im ersten Praxis-Workshop ein Gericht, das die Kita-Küche montags tatsächlich kochen kann: Lachs mit Kräuterkruste, Ofenkartoffeln und Kräuterquark, dazu der praktische Einsatz von Hülsenfrüchten. Nicht das ganze Gericht zählt, sondern die einzelnen Bausteine, die im Regelbetrieb sofort funktionieren.

Kita-Verpflegung umstellen: Wir begleiten eine Kita im Bremer Modellprojekt GEG

Was passiert, bevor der erste Löffel gerührt wird?

Vor jeder Workshop-Planung steht ein Erstgespräch: Ziel, Zielgruppe, Küche und Zeitrahmen werden geklärt, Warenkorb und Rezepte mit dem Betrieb abgestimmt. Wer vorbereitet ankommt, kann sich vor Ort auf das Team konzentrieren statt auf Technik oder fehlende Ware.

  • Erste Absprache mit dem Betrieb: Ziel, Gruppe, Küche, Zeit
  • Warenkorb und Rezepte vorab mit der Küche abstimmen
  • Plan B für Technik, Ware und Personalausfälle einplanen
  • Koordinator*in im Betrieb benennen – je nach Auftrag muss der Workshop intern als Weiterbildung angeordnet werden
  • Ein Online-Termin vorab klärt Details, bevor es vor Ort losgeht

Warum ist jede Küche ein neuer Fall?

Geräte, Platzverhältnisse, Zeitfenster und die Mischung aus Fachkräften und angelernten Kräften – jede Küche bringt eigene Voraussetzungen mit. Ein guter Workshop für Küchen passt sich diesen Bedingungen an, statt ein Standardprogramm durchzuziehen.

Falk und Micha schauen sich vor Ort zuerst an, was da ist: Welche Geräte stehen zur Verfügung, wie viel Platz ist am Herd, und wer arbeitet zusammen – erfahrene Fachkräfte neben angelernten Kolleg*innen? Genauso wichtig: das Zeitfenster der Küche zu respektieren. Ein Workshop, der den Mittagsservice sprengt, hinterlässt keinen guten Eindruck, egal wie gut der Inhalt war. Deshalb setzen wir bei essen&ernähren auf praxisnahes Coaching für Küchenteams, das sich an genau diesen Alltag anpasst – nicht umgekehrt.

Werkzeuge, die den Workshop-Alltag tragen

Für Organisation, Recherche und Konzeption nutzen Falk und Micha eine Vielzahl an digitalen Werkzeugen. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Tool als das Zusammenspiel: Erst wenn die Programme in einem digitalen Workspace gut ineinandergreifen, nehmen sie im Alltag tatsächlich Arbeit ab.

Darunter unter anderem HubSpot, Google Workspace, Claude und Canva – von Projektmanagement über Recherche bis zur Gestaltung der Unterlagen. Wichtig ist die Schnittstelle dazwischen: Was in der Recherche entsteht, muss sich ohne Umwege in die Planung übertragen lassen, und was in der Planung steht, muss sich direkt in Unterlagen für den Betrieb verwandeln.

Was kostet ein Workshop – und was bringt er?

Ein Workshop wird individuell kalkuliert, je nach Gruppengröße, Vorbereitung und Dauer. Der größte Kostenfaktor ist meist Zeit – für Planung, Durchführung und Nachbereitung. Der Gegenwert: mehr Können im Team, weniger Fehlkäufe und weniger Reibung im Alltag.

Der Preis ist selten das, was am längsten diskutiert wird, sobald der Nutzen klar ist. Ein Betrieb, der in Routine und Motivation investiert, spart an anderer Stelle: weniger Fehlkäufe, weniger Fluktuation, weniger Reibung im Team. Zeit bleibt trotzdem der größte Posten – Falks und Michas genauso wie die des Küchenteams.

Beratung und Coaching in Küchen und Kantinen
Falk und Michael bei einem gemeinsamen Workshop in der GV

Was tun, wenn das Team nicht mitziehen will?

„Haben wir schon immer so gemacht” ist keine Ablehnung, sondern Information. Wer Skeptiker*innen früh einbindet und ihnen eine konkrete Aufgabe gibt, macht aus Widerstand oft die stärkste Unterstützung – vor allem, wenn erste Erfolge sichtbar werden.

Widerstand ernst zu nehmen bedeutet nicht, jedem Einwand recht zu geben. Es bedeutet, ihn als Hinweis zu lesen: auf fehlende Zeit, auf schlechte Erfahrungen mit früheren Vorgaben, auf Unsicherheit. Kleine, sichtbare Erfolge – ein Gericht, das ankommt, eine Rückmeldung von Gästen – überzeugen meist mehr als jede Ansage von oben.

Nach dem Workshop ist vor dem nächsten Projekt

Handout, Rezepte und Fotos gehen oft noch am selben Tag an den Betrieb. Nach Auswertung und Abstimmung mit dem Auftraggeber entscheidet sich, ob aus einem Termin eine sichtbare Geschichte wird – auf dem Blog, auf LinkedIn oder in der Presse.

Beim Modellprojekt GEG Bremerhaven zum Beispiel geht es nach dem ersten Praxis-Workshop online weiter: mit einem Speiseplan-Check, saisonalen pflanzenbetonten Rezepten im Oktober und einem Wirkungscheck im Januar 2027. Sichtbarkeit hilft dabei zuerst dem Betrieb – er zeigt, was er kann. Anschlussprojekte, auch für vegane Workshops für Küchenteams oder Bio-Zertifizierungsberatung, entstehen oft genau hier.

Falk Millisterfer und Michael Loitz: zwei Praktiker aus dem Küchenalltag

Falk Millisterfer bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der Spitzengastronomie mit und berät mit Quantum Kitchen Restaurants und Küchenteams zu pflanzenbasierter Küche. Er kennt den Druck am Herd aus erster Hand – Fachkräftemangel, Zeitnot, volle Teller trotz knapper Ressourcen – und übersetzt das in Rezepte und Trainings, die im Alltag funktionieren.

Michael Loitz hat die Gemeinschaftsverpflegung von möglichst vielen Seiten kennengelernt – von der Truppenküche über Kreuzfahrtschiffe und Reha-Kliniken bis ins Krankenhaus und in die Bio-Kontrolle. Genau diese Bandbreite bringt er seit 2020 als Gründer von essen&ernähren in jeden Beratungsauftrag für Gemeinschaftsverpflegung mit ein. Falk und Micha kennen sich seit einigen Jahren und arbeiten immer wieder gemeinsam an Projekten – bei der MASTERMIND geben sie genau diesen Alltag weiter.

MASTERMIND am 25. September: Die Eckdaten

Du möchtes dabei sein? Dann sichere dir HIER EINEN PLATZ

  • Freitag, 25. September 2026, 15 Uhr, online via Zoom
  • 5 € Teilnahmegebühr, für Mitglieder im Netzwerk essen&ernähren kostenfrei
  • Kleiner Kreis, geschützter Raum – nur live, keine Aufzeichnung
  • Offen für alle Akteur*innen aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, insbesondere Fach- und Beratungskräfte aus Küche und Ernährung
  • Im Anschluss: Austausch, Q&A und Vernetzung

Bist du selbst als Beratungs- oder Fachkraft in der Gemeinschaftsverpflegung unterwegs? Im Netzwerk essen&ernähren triffst du bei der MASTERMIND – und darüber hinaus – regelmäßig andere Praktiker*innen wie Falk und Micha.

Dein Vorhaben – unsere Frage an dich

Planst du gerade selbst einen Workshop, oder hakt es bei dir an einem der Punkte oben? Bring dein Vorhaben zur MASTERMIND mit, frag Falk und Micha direkt – oder starte jetzt eine Projektanfrage, wenn du Beratung, Coaching oder einen Workshop für dein Haus möchtest.

 

Häufige Fragen zum Planen eines Workshops

Was ist die MASTERMIND-Reihe von essen&ernähren?

MASTERMIND ist unser monatliches Business-Format im Netzwerk essen&ernähren, immer am letzten Freitag im Monat. Fach- und Beratungskräfte aus Küche und Ernährung tauschen sich dort in kleiner Runde über ihren Arbeitsalltag aus – live und ohne Aufzeichnung.

Wie läuft ein Workshop in der Gemeinschaftsverpflegung typischerweise ab?

Er beginnt mit einem Erstgespräch zu Ziel, Gruppe, Küche und Zeit, gefolgt von einem Online-Termin zur Detailabsprache. Vor Ort steht die Praxis im Mittelpunkt, danach folgen Handout, Rezepte und eine gemeinsame Auswertung mit dem Betrieb.

Was kostet ein Workshop für eine Kita, Klinik oder Kantine?

Das hängt von Gruppengröße, Vorbereitungsaufwand und Dauer ab und wird individuell kalkuliert. Der größte Kostenfaktor ist meist Zeit – für Planung, Durchführung und Nachbereitung, nicht die einzelnen Zutaten.

Wie geht man mit einem Team um, das Veränderungen skeptisch sieht?

Widerstand ernst nehmen, statt ihn als Angriff zu werten. Skeptiker*innen früh einbinden und ihnen eine konkrete Aufgabe geben, hilft mehr als Überzeugungsarbeit. Kleine, sichtbare Erfolge schaffen danach oft mehr Akzeptanz als jede Ansage von oben.

Wie kann ich an der MASTERMIND am 25. September teilnehmen?

Die MASTERMIND findet online via Zoom statt, Freitag, 25. September 2026, um 15 Uhr. Die Teilnahme kostet 5 Euro, für Mitglieder im Netzwerk essen&ernähren ist sie kostenfrei. Anmeldung HIER.

Quellenangabe
Redaktion
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Hinter der Redaktion steht das Team von essen&ernähren. Hier erscheinen Neuigkeiten aus der Branche, Termine und Berichte aus unserem Netzwerk – mit dem Blick aus der Küche. Du hast eine Information, die in die Gemeinschaftsverpflegung gehört? Schreib uns, wir schauen sie uns an.