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Workshop planen: Das kam beim Mastermind noch dazu

Bei unserer Session „So planst du einen Workshop” kam im Live-Gespräch einiges dazu, was über die Agenda hinausging – von der Namensgebung bis zu KI als Übersetzungshilfe.

Bei unserer MASTERMIND-Session „So planst du einen Workshop” ging es inhaltlich um die Agenda aus unserem Vorab-Artikel – im Live-Gespräch kam aber einiges obendrauf. Mehrere Punkte aus dem Austausch mit Falk Millisterfer und Michael Loitz sind für die Workshop-Planung in der Gemeinschaftsverpflegung besonders spannend. Es ging zum Beispiel von der richtigen Namensgebung bis zu KI als Übersetzungshilfe im Küchenalltag.

Unsere MASTERMIND am 25. September 2026 kam direkt aus den eigenen Reihen. Am Mikro saß diesmal niemand Externes, sondern der Chef höchstpersönlich – unser Gründer Michael Loitz – gemeinsam mit Falk Millisterfer (Quantum Kitchen), einem erfahrenen und treuen Mitglied unseres Beratungskräfte-Netzwerks.

Thema war die Workshop-Planung. Die Agenda dafür kennst du schon aus unserem Artikel „So planst du einen Workshop für dein Küchenteam”. Dieser Artikel ist direkt aus der Vorbereitung für diesen Termin entstanden. Hier nehmen wir dich mit ins Live-Gespräch selbst. Außerdem zeigen wir, was da noch dazukam.

Warum sollte ein Workshop nicht „vegan” heißen?

Das Wort „vegan” löst in vielen Großküchen erst einmal Widerstand aus – es klingt nach Verzicht. Falk empfiehlt in unserer Session deshalb neutralere, zukunftsgerichtete Begriffe wie „zukunftsfähige Ernährung” oder „pflanzliches Genießen”. Auf diese Weise kommt die Botschaft an, ohne dass sich das Team bevormundet fühlt.

Der Titel eines Workshops ist oft das Erste, was ein Team überhaupt zu sehen bekommt – am Schwarzen Brett, in der Dienstplan-Mail, im Flurgespräch. Steht dort „Veganer Kochworkshop”, ist die Reaktion oft schon vorprogrammiert: Verzicht, Extraarbeit, noch eine Vorschrift von oben. Steht dort „Zukunftsfähige Ernährung” oder „Pflanzliches Genießen”, kommt dieselbe Küche neugierig statt abwehrend in den Raum – obwohl inhaltlich exakt dasselbe passiert. Ein Beispiel aus der Praxis findest du in unserem Beitrag zu Hülsenfrüchten auf dem Speiseplan.

Was bringt ein Zertifikat nach dem Workshop?

Ein Zertifikat am Ende eines Workshops macht die Teilnahme sichtbar: Es landet in der Personalakte und zählt als nachgewiesene Weiterbildung. Beim Studierendenwerk Darmstadt gehört das inzwischen zum Standard – Falk Millisterfer stellt dort nach seinen Schulungen entsprechende Zertifikate aus.

Die Frage kam im Gespräch nicht zufällig auf: Eine Teilnehmerin wollte genau wissen, wie sich eine Workshop-Teilnahme später nachweisen lässt. Gerade wenn ein Workshop als Pflichttermin angeordnet wird, hilft dieser Perspektivwechsel: Aus einer Vorschrift wird eine Qualifikation, die im Lebenslauf steht – ein kleiner, aber wirkungsvoller Unterschied für die Motivation im Team. Wie sich das mit echter Selbstreflexion im Küchenalltag verbinden lässt, beschreiben wir in unserem Artikel zur Selbstführung in der Großküche. Auch in Rehakliniken hat sich dieser Ansatz bewährt, wie unser Praxisbericht aus der Rehaklinik Selenter See zeigt.

Auszeichnung essen&ernähren
Zertifikat von essen&ernähren

Du möchtest auch eine Zertifizierung für deinen Betrieb oder hast Fragen zu dem Ablauf von Auszeichnungen? Dann komm in unser Netzwerk essen&ernähren. Dort triffst du Fach- und Beratungskräfte, mit denen du dich beim nächsten MASTERMIND genau über solche Themen austauschen kannst.

Welches Tool spart bei der Workshop-Vorbereitung am meisten Zeit?

Falk nutzt für seine Rezeptplanung die Software Zeta Gastro. Seine Vorbereitungszeit ist dadurch von drei bis vier Stunden auf rund eine Stunde gesunken. Für Betriebe mit engem Zeitbudget ist das ein Argument, das oft mehr überzeugt als jede Theorie. Zeit bleibt, wie schon im Vorab-Artikel beschrieben, der größte Kostenfaktor bei jedem Workshop – nicht die Zutaten. Wer diesen Aufwand reduzieren kann, senkt am Ende auch den Preis für den Betrieb. Wenn du selbst regelmäßig Workshops planst, lohnt sich ein Blick in unsere bundesweiten Bio-Praxis-Workshops. Diese sind ein Beispiel für skalierbare Formate.

Was zeigte Michaels Blick hinter die Kulissen?

Michael brachte im Peer-Coaching eine Folie mit, die den kompletten Ablauf von der ersten Kundenanfrage bis zur Nachbereitung in sieben Schritten zeigte. Diese Folie deckte die Projektplanung über Rezepte und Material bis zur Durchführung selbst ab. Farblich markiert war dabei, wo Technik automatisch mitläuft. Außerdem war markiert, wo KI unterstützend eingreift. Der Gedanke dahinter passt genau zum Zeta-Gastro-Beispiel oben, nur eine Ebene größer gedacht. Zeit sparst du nicht durch ein einzelnes Tool, sondern dadurch, dass Planung, Rezepte und Kommunikation ineinandergreifen. Sie verschwinden nicht in getrennten Systemen.

Wie dieses Zusammenspiel im Detail aussieht und was sich davon auf den eigenen Berater- oder Küchenalltag übertragen lässt, ist ein Thema für sich. Dazu folgt in Kürze ein eigener Artikel.

Wie hilft KI sonst noch im Workshop-Alltag?

Michael zeigte in der MASTERMIND wie sich mit Claude innerhalb weniger Minuten Informationen zusammentragen lassen – zum Beispiel, um eine Hygieneschulung für ein Küchenteam ins Arabische zu übersetzen. Gerade in Betrieben mit mehrsprachigen Teams kann das den Unterschied machen. Es entscheidet, ob eine Pflichtschulung wirklich bei allen ankommt. Das Beispiel zeigt, wie pragmatisch KI im Küchenalltag eingesetzt werden kann: nicht als großes Digitalisierungsprojekt, sondern als schnelle Lösung für ein konkretes Verständigungsproblem.

Wenn dich KI in Küchen tiefer interessiert, lies hier unseren Blog KI in Klinikküchen.

Was hat unser KI-Workshop mit einer Krankenhausküche zu tun?

Wie macht ihr Workshop-Erfolge sichtbar, ohne den Betrieb bloßzustellen?

Kurze Video-Statements mit der eigenen Stimme wirken oft überzeugender als lange Texte. Falk arbeitet dafür gerne mit fünf einfachen Fragen an die Teilnehmenden – direkt nach dem Workshop, solange der Eindruck noch frisch ist. So entstehen Rückmeldungen, die sich später gut für Social Media oder den Blog nutzen lassen. Das passiert natürlich nur mit Einverständnis der Beteiligten. Sichtbarkeit hilft zuerst dem Betrieb selbst.

Er zeigt, was er kann und das öffnet oft die Tür für Anschlussprojekte. Die Workshop-Planung bleibt also, was sie im Vorab-Artikel schon war: eine Frage der Vorbereitung, nicht des Themas. Namensgebung, Zertifikate, passende Tools und der pragmatische KI-Einsatz sind die Stellschrauben, die aus dieser Mastermind-Runde neu dazugekommen sind.

Was nehmen wir selbst aus dieser Session mit?

Geplant war für die Mastermind “So planst du einen Workshop” eine Stunde, am Ende wurden daraus eineinhalb – und die meisten Teilnehmenden sind bis zum Schluss geblieben. Das zeigt: Der Inhalt hat getragen. Trotzdem wollen wir für die nächste Ausgabe noch schneller in den Praxisteil einsteigen. Denn auch ein gut vorbereitetes Format entwickelt sich von Runde zu Runde weiter.

Du planst selbst einen Workshop für dein Team und willst dabei nicht bei null anfangen? Schick uns deine Projektanfrage – wir schauen gemeinsam, was für euren Betrieb passt.

Quellenangabe

Inhalte aus der MASTERMIND-Session „So planst du einen Workshop” von essen&ernähren, 25.09.2026, mit Falk Millisterfer (Quantum Kitchen) und Michael Loitz (essen&ernähren).

Titelbild: Eigene Aufnahme (KI Workshop mit Martin Ranzau)

 

Redaktion
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