Gemeinschaftsverpflegung in MV: Neue Dynamik durch Dialogforum

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GV MV

Wie gelingt eine gesunde, nachhaltige und gleichzeitig bezahlbare Gemeinschaftsverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern?

Genau diese Frage stand im Mittelpunkt des Dialogforums „Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung“ am 23. März in Schwerin. Vertreter*innen aus Politik, Praxis, Wissenschaft und Landwirtschaft kamen zusammen, um konkrete Lösungen für die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung in MV zu diskutieren.

Eines wurde schnell klar:
Die Gemeinschaftsverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern steht vor einem echten Wendepunkt.

Gemeinschaftsverpflegung Mecklenburg-Vorpommern: Große Hebelwirkung

In Mecklenburg-Vorpommern werden täglich über 200.000 Mahlzeiten in Kitas, Schulen und Einrichtungen ausgegeben 

Das zeigt:

👉 Die Gemeinschaftsverpflegung ist einer der zentralen Hebel für Ernährung, Gesundheit und regionale Wertschöpfung.

Gleichzeitig wird deutlich:

  • Es gibt bereits funktionierende Praxisbeispiele
  • Die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten ist ausbaufähig
  • Strukturen wie Logistik und Verarbeitung fehlen teilweise noch 

Kurz gesagt: Das Potenzial ist da – jetzt geht es um Umsetzung.

Bio und DGE-Qualitätsstandard: Mehr Verbindlichkeit gefordert

Ein zentrales Ergebnis des Dialogforums:

👉 Der DGE-Qualitätsstandard soll verbindlicher werden.

Bisher gilt er häufig nur als Empfehlung – künftig könnte er stärker verpflichtend verankert werden, insbesondere in der Kita- und Schulverpflegung 

Weitere diskutierte Maßnahmen:

  • Einführung von Bio-Quoten in öffentlichen Einrichtungen
  • Verankerung im Kitafördergesetz (KiFöG)
  • Aufbau einer landesweiten Ernährungsstrategie
  • Bessere ressortübergreifende Zusammenarbeit

Das Ziel ist klar:

Mehr Qualität, mehr Verlässlichkeit, mehr Planungssicherheit für Küchen und Betriebe.

Praxis zeigt: Bio-Umstellung funktioniert – auch wirtschaftlich

Besonders spannend für Küchenleitungen:

👉 Die Umstellung auf mehr Bio ist machbar – und sogar kostenneutral.

Ein Beispiel aus der Praxis:

  • Steigerung des Bio-Anteils von 10 % auf über 60 % innerhalb eines Jahres
  • Ohne Mehrkosten

Wie das funktioniert?

  • Reduktion von Fleischanteilen
  • Mehr pflanzliche, unverarbeitete Rohware
  • Mehr handwerkliche Küche

Das bestätigt genau das, was wir auch in vielen Projekten sehen:

Die Stellschrauben liegen im System – nicht im Budget.

Die wichtigsten Akteure hinter der Entwicklung in MV

Was beim Dialogforum deutlich wurde:

Die Gemeinschaftsverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern wird nicht von einzelnen Projekten getragen – sondern von einem starken Zusammenspiel aus Politik, Praxis und Netzwerk.

Auf politischer Ebene setzten u. a. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sowie Vertreter*innen aus Landespolitik klare Signale für mehr Verbindlichkeit und eine zukünftige Ernährungsstrategie.

Fachlich eingeordnet wurde das Thema unter anderem durch Stephanie Wunder (Agora Agrar), die die Bedeutung von Ernährungsumgebungen für gesunde Entscheidungen hervorhob.

Aus der Praxis zeigten Beispiele wie die Fröbel-Gruppe, wie Bio-Umstellung konkret und wirtschaftlich funktionieren kann.

Und auch auf Netzwerk- und Workshop-Ebene wurde intensiv gearbeitet:

Beim Dialogforum kamen Akteure aus Beratung, DGE-Vernetzungsstellen, Wissenschaft und Küchenpraxis zusammen, um konkrete Lösungen für die Gemeinschaftsverpflegung in MV zu entwickeln.

👉 Mit dabei: auch essen&ernähren als Teil der Workshopgestaltung und Impulsgebung.

Gemeinschaftsverpflegung Mecklenburg-Vorpommern, Neue Dynamik durch Dialogforum

Gemeinschaftsverpflegung MV braucht bessere Strukturen

Neben der Küchenpraxis wurde auch deutlich:

👉 Die größten Herausforderungen liegen oft außerhalb der Küche.

Wichtige Handlungsfelder:

  • Aufbau von regionalen Verarbeitungsstrukturen
  • Stärkung der Logistik
  • Verlässliche Nachfrage durch öffentliche Auftraggeber
  • Anpassung von Ausschreibungen und Vergabekriterien

Politik und Verwaltung spielen hier eine Schlüsselrolle – sie sitzen am Hebel der Nachfrage 

Ernährung als Bildungsauftrag: Küche wird zum Lernort

Ein weiterer zentraler Punkt:

👉 Gemeinschaftsverpflegung ist mehr als Essen.

Diskutiert wurde:

  • Küchen als Lernorte für Kinder und Jugendliche
  • Einbindung in den Bildungsalltag
  • Mehr Beteiligung an Speiseplänen

Das stärkt nicht nur die Akzeptanz, sondern auch langfristig das Ernährungsverhalten.

Fazit: Gemeinschaftsverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Fahrt auf

Das Dialogforum zeigt deutlich:

  • Die Praxis ist bereit
  • Die Politik sendet erste Signale
  • Die Richtung ist klar: bio-regional, gesund, nachhaltig

Jetzt geht es darum, die vielen guten Ansätze in die Fläche zu bringen.

👉 Genau hier liegt die Chance für Küchen, Träger und Entscheider:

Jetzt aktiv werden, bevor Standards verpflichtend werden.

Du möchtest deine Küche zukunftsfähig aufstellen – mit Bio, DGE-Qualitätsstandard und praxistauglichen Lösungen?

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Quellen:
Titelbild: BIO in MV e.V.
Bilder Collage: Michael Loitz/essen&ernähren
BIO in MV e.V./bioinmv.de


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