Gesundes und nachhaltiges Bewusstsein – jetzt die #Ernährungswende anpacken

veröffentlicht von Alisia Schrieder am

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Warum ist eine Ernährungswende wichtig? Das Thema ist bekannt: Steigende Lebensmittelkosten, hoher Fleischkonsum, fehlende Nachhaltigkeit – unsere Ernährung trägt mit dazu bei, das unser Planet langsam aber sicher an seine Grenzen kommt. Hinzu kommt die soziale Ungleichheit, welche sich auch auf ernährungsmitbedingte Erkrankungen überträgt. Alarmstufe rot! Es muss was geändert werden, das ist klar. Aber wie? Und was genau?

Für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem muss dringend ein Zahn zugelegt werden. Deshalb haben sich 22 Verbände aus Gesundheit, Ernährung und Soziales zusammengetan und fordern die Politik dazu auf, die Ernährungswende endlich voranzutreiben. In einem Positionspapier schlagen sie Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen.

„Zukunftskommission Landwirtschaft“

Diese Kommission ist zentral für das Vorhaben und soll ein „Leitbild für eine sozial gerechte, gesunde, umwelt- und klimaverträgliche und tierfreundliche Ernährung“ entwickeln. Hierbei stehen die planetare Gesundheit und deren Grenzen im Mittelpunkt. Es muss ein nachhaltiges Ernährungssystem entstehen.

Was wird vom Ernährungssystem gefordert?

Die Ernährungswende anpacken – das muss in verschiedenen Bereichen passieren. Konkret formulierte die Koalition 10 Kernforderungen. Dabei geht es beispielweise um die Lebensmittelbesteuerung, eine sozial gerechte Ernährungspolitik und mehr nachhaltig produziertes Obst und Gemüse. Ebenso wichtig ist die Förderung der Ernährungskompetenz und auch der Gemeinschaftsverpflegung wird eine tragende Rolle zugespielt. Hier sollen u.a. DGE-Standards weiterentwickelt und übergreifend angewendet werden. Gesunde Ernährungsentscheidungen sollen für jeden möglich sein, und zwar unabhängig von Sozialstatus und persönlichen Umständen. Öffentliche Kantinen sollen mit gutem Bild vorangehen und zeigen, wie nachhaltige und gesunde Ernährung funktionieren kann. Es soll eine Ernährungsstrategie entwickelt werden, die Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierschutz gerecht wird. Anfang 2023 soll sie verabschiedet werden – man kann also gespannt sein.

Jeder ist ein Teil davon – Ernährungswende anpacken

Warum also der Aufruf #Ernährungswende anpacken? Weil diese nur funktionieren kann, wenn jeder dazu bereit ist, mitzumachen. Allen voran steht die Politik in der Pflicht, notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen und ein Umsetzen der Strategien zu ermöglichen. Auch die Gemeinschaftsverpflegung kann ihren Beitrag dazu leisten, indem bewussteres Ernährungsverhalten gefördert wird und Angebote angepasst werden. Nicht zuletzt soll auch jedes Individuum in die Lage versetzt werden, aktiv zu werden und bewusstere Entscheidungen zu treffen. Gemeinsam die Ernährungswende anpacken – das sollte selbstverständlich sein.

Quellenangabe:
Physicians Association for Nutrition e.V.
Bild: Andrii Zastrozhnov/Shutterstock.com


Alisia Schrieder

Alisia Schrieder

Alisia Schrieder hat Ernährungsmanagement und Diätetik studiert. Auf ihrem Instagram-Account teilt sie regelmäßig Tipps, Rezepte und Wissen rund um die pflanzliche Ernährung. Alisia unterstützt Unternehmen u. a. bei Social Media Postings, Blog- und Zeitschriftenartikel.