Die Beste Wahl bei Getreide: Vollkorn-Produkte

veröffentlicht von Michael Loitz am

Vollwertig essen und trinken hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Wie sich das umsetzen lässt, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in 10 Regeln formuliert. Ich möchte die einzelnen Regeln, wie Vollkorn wählen“ vorstellen und Tipps für den Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung geben.

Vollkorn wählen

Eine der „10 Regeln der DGE“ für eine gesunde Ernährung lautet, bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl, die Vollkorn-Variante zu wählen.

Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte. Ballaststoffe aus Vollkorn senken das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Getreideprodukte sind ein wichtiger Bestandteil der vollwertigen Ernährung. Sie liefern Kohlenhydrate und als Vollkornvariante zudem reichlich Ballaststoffe sowie ein Plus an Vitaminen und Mineralstoffen.

Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den Menschen. Getreideprodukte aus Vollkorn sättigen und haben einen hohen gesundheitlichen Nutzen.

Die DGE empfiehlt, mindestens 30 g Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst pro Tag aufzunehmen.

Neben Getreideprodukten aus Vollkorn gehören auch Kartoffeln zu den möglichen Quellen für Kohlenhydrate. Zubereitet als Salz-, Pell- oder Ofenkartoffeln sind sie eine gute Wahl, die wenige Kalorien enthält.

Nachhaltigkeit

Mehr pflanzliche Lebensmittel wie Getreide und weniger tierische Lebensmittel zu essen, fördert Ihre Gesundheit und hilft gleichzeitig der Umwelt. Bei der Produktion pflanzlicher Lebensmittel ist der Verbrauch von Ressourcen und der Ausstoß schädlicher Treibhausgase niedriger als bei der Produktion tierischer Lebensmittel.

Vollkorn – Umsetzung in der Gemeinschaftsverpflegung

Wer als Einrichtung in der Gemeinschaftsverpflegung nach DGE zertifiziert ist oder die Zertifizierung anstrebt, muss in seinem Speisenplan regelmäßig Vollkorn-Produkte seinen Tischgästen anbieten.

In der Umsetzung ist u. a. darauf zu achten, dass die eingesetzten Produkte auch die Vollkorn-Qualität aufweisen. Bspw. muss ein Vollkornbrot auch als Vollkornbrot eingekauft und als solches auf dem Speisenplan genannt werden. Nudeln oder Reis dürfen nicht mit „weißen“ Qualitäten gemischt, sondern immer nur aus vollem Korn zubereitet und angeboten werden.

Eine besondere Herausforderung ist die Einplanung von Vollkorn-Produkten in der Schulverpflegung. Um die Akzeptanz von „dunklen“ Nudeln oder Reis zu erhöhen, bedarf es an gemeinsamen positiven Worten und Vorleben aller Akteure (Essensanbieter, Lehrer, Eltern usw.). Es muss eine permanente Ernährungsbildung stattfinden, warum allgemein gesundheitsfördernde Lebensmittel eingesetzt werden und was der Sinn der Zertifizierung ist.

Statt einer natürlichen Vollkornreis- oder Vollkornnudel-Beilage könnte man die Attraktivität in Rezepten erhöhen: bei einer „Vollkorn-Nudel-Pfanne“ oder einem „Tomaten-Reis aus vollem Korn“ sieht man nicht direkt die „dunkle“ Variante – und in der Eigenschaft sind diese sogar noch stabiler und „nussiger“.

Weitere Tipps zur Umsetzung sowie Rezepte werde ich in weiteren separaten Beiträgen veröffentlichen.

Die Basis und Kriterien der DGE-Zertifizierung finden sich übrigens im DGE-Qualitätsstandard, der erst kürzlich für jede Lebenswelt ein „frisches Update“ erhalten hat.

Quellenangabe:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Bonn (Text in unveränderter Form)
Umsetzung und Tipps in der Gemeinschaftsverpflegung: Michael Loitz
Bild: nehophoto/Shutterstock.com


Michael Loitz

Der freiberufliche Auditor mit Background "Diätkoch" hat das Projekt ESSEN & ERNÄHREN initiiert. Mit langen Erfahrungen als Küchenleiter und Verpflegungsmanager liegen seine Handlungsfelder vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung.

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